Startseite
Aktuelles News Wetter
Eigene Bücher
Buchtipps
Literatur-Links
Rezensionsarchiv
Spiegel online
Ausland
Innenpolitik
Computer und Internet
Vita
Kontakt
Events
Bildarchiv
Impressum

Norbert Schreiber     Journalist und Buchautor 

Ein Internetangebot mit Informationen aus der Bücherwelt, Nachrichten aus Politik und Kultur.

-----------------------------------------------------------------------
Europa herabgestuft
Die Stufen zur Währungsunion – ein kritischer Rückblick

Jens Peter legt eine Geschichte zur Währungsunion vor
Kritisch-skeptisch-demokratietheoretisch

Von Norbert Schreiber


Hinterher wissen viele alles besser. Vorher nur einige…Und Rückblicke schaden nie. Der Berliner Journalist und Autor Jens Peter Paul, der sich schon in seiner Dissertation mit dem Thema Währungsunion auseinandergesetzt hat, veröffentlichte im Verlag  Peter Lang, einem internationalen Verlag der Wissenschaften, ein neues Buch über den Weg zur Währungsunion. Eine faktenreiche Geschichte darüber, wie die D-Mark ihren Geist aufgab und wie Kohl und Lafontaine die D-Mark abschafften, mit dem interessanten Hinweis darauf: Hans-Dietrich Genscher sei der eigentliche Ideengeber der Währungsunion.

Das Buch ist zugleich eine Mahnung an die Politik, politische Schnellschüsse zu vermeiden und mit einer ruhigeren Gangart in politischen Entscheidungsprozessen die politische Meinungs-und Willensbildung wieder fundierter werden zu lassen. Mehr Gründlichkeit statt Schnelligkeit. Sein Buch ist zugleich eine Kritik auch an den handelnden Politikern und Institutionen, denen er einen „gefährlichen Mangel an Courage und Gestaltungswillen“ vorwirft.

Es gehe um Entscheidungshandeln von Individuen in Konfliktsituationen, um Gruppenzwang und die daraus resultierenden Risiken. Den Vater der Währungsunion Helmut Kohl sieht Paul „unter Wert behandelt.“ Zitat zum Einigungsprozess:  „Funktionieren konnte das nur, weil Kohl in den Jahren zuvor ungeachtet allen Spotts systematisch Freundschaften, mindestens aber stabile Beziehungen aufge­baut und sich als verlässlicher, berechenbarer, gutmütiger, auch die Interessen der anderen stets im Blick habender Deutscher bewiesen hatte, ein Ansehen, auf das er aufbauen konnte, als es über Nacht ernst wurde. Als hätte er es geahnt. Das war Staatskunst. Von der sich sein Nachfolger Schröder etwas hätte abschauen können. Kohl war ein Glücksfall der deutschen und europäischen Geschichte, eine bessere Besetzung für die heiklen Jahre 1989 bis 1992 nicht denkbar. Willy Brandt und Joschka Fischer wussten das. In Fischer hatte Kohl den zuverlässigsten Hüter seiner Europapolitik. Was wiederum Kohl wusste. ‚Dass der leider intelligenter ist in außenpolitischen Fragen als der Bundeskanzler [Schröder], das kann ich bedauern.‘ Sagt Kohl. Über den Grünen.“ Fazit der Analyse von Jens Peter Paul, er halte den Europa- und Währungsprozess für zerbrechlicher denn je— weil nicht „getragen von den Völkern und deshalb im Kern auch nicht von deren Politikern. Nein — es geht hier um den Weg, um das Verfahren. Im Verfahren, in seiner Sorgfalt oder Nachlässigkeit, sind Erfolg oder Misserfolg eines Vorhabens, und sei es noch so ehrenwert, als unauslöschliche DNS angelegt, unsichtbar zunächst, aber sich den Weg ans Licht bahnend, wenn es an die Substanz geht: In der Krise.“

Der Hörfunk-und Fernsehkorrespondent Jens Peter Paul, der auch in der Bundeshauptstadt als Wirtschaftsjournalist arbeitet, kommt zu dem Ergebnis: “Die Europäische Währungsunion gleicht einem Versuch, den Andreasgraben mit Beton auszugießen. Für eine gewisse Zeit mag das die tektonischen Bewegungen zwischen den Volkswirtschaften blockieren. Irgendwann aber werden sich die aufgestauten Spannungen umso heftiger entladen. Die Turbulenzen innerhalb der Währungsunion im Zuge der Weltfinanzkrise 2008/2009 sind ein Indiz, dass es tief unten im Fundament weiter arbeitet.“ Vor allem in mangelnden Kommunikationsprozessen sucht der Autor die Ursachen für die Krisenentwicklungen der europäischen Währung und des Einigungsprozesses.

Mangelnde Kommunikation
 
•    der Regierung mit dem Volk: Glaubt uns, es ist zu Eurem Besten!  

•      des Volkes mit der Regierung: Wir suchen vergebens nach dem Sinn und fürchten uns!  

      des Verfassungsgerichtes mit dem Parlament: Ihr dürft das tun, aber Ihr müsst Euch der Verantwortung würdig erweisen  

•      der Demoskopen mit der Regierung: Hört auf uns, sonst werdet Ihr es bereuen!  

•      der Bundesbank mit der Regierung:
Seht, es ist verkehrt, aber Ihr müsst es auch sehen wollen!

•      der Abgeordneten mit ihren Wählern im Wahlkreis:
Ich höre Eure Klagen wohl, doch mir sind die Hände gebunden!

Die Kommunikation, so das vorausschauende Urteil des Autors, zwischen Politikern und Wählern habe nicht funktioniert, sie hätten in einem bestürzenden Maße aneinander vorbeigeredet. Regierung und Parlament lernten seither nichts dazu, wie die Verfahren zeigen, mit denen sie EU-Osterweiterung, Verfassungsvertrag, Lissabon- Vertrag behandelten. Damit erreiche die Krise aber einen Überlebenskern der Demokratie: „Sachzwang essen Seele auf — die Seele unserer Demokratie.“

Und die Ursachen für die Fehlentwicklungen? Die Parlamentarier hätten keine Zeit mehr, sich intensiv mit den Gegenständen auseinanderzusetzen und handwerklich saubere Gesetze zu fabrizieren. Fast wöchentlich werde ihnen erklärt, dass an diesem oder jenem Vorgang das Schicksal ihrer Koalition hänge, die Zukunft Europas, mindestens aber eine Milliardenklage aus Brüssel wegen Zeitverzugs. Sie hasten von einer politischen Baustelle zur nächsten, deren Tiefe — etwa in der Finanz- oder Gesundheitspolitik - nicht einmal mehr von der Ministerialbürokratie und den Fraktionsexperten überschaut werde.

So ist diese Untersuchung, nach eigener Einschätzung des Autors ein Plädoyer für mehr „Selbstbewusstsein und Courage. Wer seine Macht nicht verantwortungsbewusst nutzt, dem wird sie irgendwann weggenommen.“ Politnostalgisch sehnt sich der Autor nach Zeiten zurück, „ …in denen sich der Bundeskanzler täglich zum Mittagsschlaf zurückzog und in dieser Stunde von Frau Poppinga erst ab Atomkrieg aufwärts gestört werden durfte.“ Die Internetrasanz und Talkshowhäufigkeit in der Interviewdemokratie lässt entschleunigtes Polithandeln längst nicht mehr zu, wenngleich dem Autor auch Recht zu geben ist, dass der Politik die Gründlichkeit in der Gesetzgebung abhanden kam. Jens Peter Paul: „So werden Glaubwürdigkeit und Legitimität nicht geschaffen, sondern zerstört. Entschleunigung tut not, sonst ist die nächste Legitimitätskrise keine eingebildete mehr.“ Wir stecken mittendrin.

Jens Peter Paul Zwangsumtausch. Wie Kohl und Lafontaine die D-Mark abschafften. Peter Lang. Internationaler Verlag der Wissenschaften. Frankfurt 2011







Mein neues Buch: Europa erlesen PFALZ

Berge, Burgen und Bacchus
Weck, Worscht und Woi
 

Die Pfalz – die Toskana Deutschlands. Mit Bergen, Burgen und Bacchus. Mit Weck, Worscht und Woi. Diese Pfalz-Anthologie, die im Herbst in der Reihe EUROPA ERLESEN erscheint, ist wie eine Weinprobe, sie bietet kleine Literatur-Schlückchen, um die Pfalz zu erproben. Die Pfalz, eine Landschaft zum Verlieben, ein grünes Rebenmeer und sanfte Berghügel des Pfälzerwaldes. Die Römer brachten den Wein, die Evangelischen die Reformation, die Franzosen die revolutionären Gedanken, das Hambacher Fest den Sinn für Freiheit und Demokratie. „Die Pfalz ist das Land des Lachens und der Literatur. Essen, Trinken, Feiern, Lesen und Genießen – der Pfälzer Imperativ“, schreibt der Herausgeber in seinem Pfalzbeitrag.

Der Erzählband bietet Landschaftsbeschreibung und Liedtexte, alte und neue Autoren, wieder entdeckte Literaten, Gedichte, Rezepte, Personenporträts, Geschichte und Geschichten. Der Leser findet bekannte Autoren wie Ludwig Harig und Joachim Ringelnatz, Pfälzer Mundartdichter wie Paul Tremmel oder Helmut Metzger, Literatinnen wie Lina Staab oder Martha Saalfeld. Die pfälzische Literaturlandschaft ist also ebenso beschrieben wie  berühmte Persönlichkeiten. Porträtiert sind etwa Erika Köth, der Polarforscher Georg Neumayer oder die Reporterlegende Rudi Michels. FCK- und Fritz-Walter-Fans kommen ebenso auf ihre Kosten wie Saumagen-Freunde und Läwwerknepp-Genießer. Im Buch ebenso zu finden: Liselotte von der Pfalz, Sagen und Legenden, Wein, Weib und Gesang.

Mit weiteren Texten von: Adolph Freiherr von Knigge, Georg Büchner, Jakob Grimm, Wilhelm Grimm, Heinrich Heine, Leopold Jacoby, Helmut Seebach  u. v. m.

Der Herausgeber: Norbert Schreiber, 1949 in Kaiserslautern geboren; zuletzt Hörfunkjournalist der ARD; Redakteur im Bereich Kultur, Bildung und Wissenschaft im Hessischen Rundfunk, erhielt den Robert-Bosch-Preis für ehrenamtliches Engagement in Osteuropa.

Zuletzt im Wieser Verlag erschienen: Russland – Der kaukasische Teufelskreis oder die lupenreine Demokratie (2008); in der Reihe Gehört-Gelesen: Närrisch an das Leben glauben. Lenka Reinerová im Gespräch mit Norbert Schreiber (2008); gemeinsam mit Lojze Wieser: Wie schmeckt Europa? (2009) und Europa weiter erzählen (2011)

Norbert Schreiber (Hg.) Europa erlesen: PFALZ                                                                              
ISBN: 9783851299359
ca. 250 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen, Prägedruck
EUR 12,95 / sfr 18,90

AMAZON
http://www.amazon.de/Pfalz-Norbert-Schreiber/dp/3851299353  

Kontakt für Presseanfragen: Norbert Schreiber NLSchreiber@t-online.de oder Tel. 09922- 804 9994






Aus dem Nachwort:

So oder zumindest so ähnlich muss das Paradies aussehen, in das wir doch alle so gerne kommen wollen. Machen wir also das Tor dort hin weit auf: Helles Sonnenlicht breitet sich über der Vorderpfalz aus, der Himmel blassblau und völlig wolkenlos, eine sonnendurchflutete Landschaft liegt uns zu Füßen – zum Verlieben. Da ist nichts Düsteres. Nur Helles, Lichtes, Luftiges. Die grünen Rebhügel schmiegen sich eng an die nicht steilen Haardt – Hänge des Pfälzerwald – Gebirges und bedecken die Flächen in der Ebene so weit das Auge reicht in den Süden und Norden und fast bis zum Rhein. An den Waldrändern sieht man die hohen stolzen Kastanienbäume in den Himmel wachsen, die dann im Herbst ihre genießbaren Früchte abwerfen und – auf dem Herd geröstet – so wunderbar schmecken. Natürlich mit Wein verkostet. Am besten mit dem helltrüben Federweißen, der noch etwas süß schmecken darf. Dem Neuen Wein aus aktueller Ernte.

Ein schier unendliches Rebenmeer ringsum verspricht: hier muss der Wein in Strömen fließen, und er tut es auch. Der Herrgott hat es gut gemeint mit der Pfalz, und deshalb glauben die Pfälzer auch an ihn, jedoch eher aus protestantischer Richtung. ER hat dem Landstrich ein mildes Klima geschenkt, dazu einen abwechslungsreichen Flecken Erde, gesegnet mit viel Wald – -und Weinlandschaft, ein Mittelgebirge mit engen romantischen Tälern, Weindörfern, die sich mit Fachwerk herausgeputzt haben und den Besucher in die verwinkelten Gassen und unzähligen Wein – Schenken lockt. Hier lass´ dich ruhig nieder. Und diese Pfälzer haben keine bösen Lieder, weil sie eben gerne in der Gemeinschaft singen. Pfälzer rücken dann am Tisch zusammen und lassen den Schoppen mit Schorle oder Wein kreisen.

Fast fünf Millionen deutsche Besucher und eine halbe Million Ausländer haben die Chance in gemütlicher Runde die fröhliche Pfälzerin und den lustigen Pfälzer kennenzulernen, denn dieser Menschentypus ist nicht auf den Mund gefallen und von Haus aus fremdenfreundlich und auf Kontakt aus. Notfalls lockert der Wein dann eben die Zunge. Und das Herz des Pfälzers schlägt immer schon europäisch. Die Franzosen als Nachbarn und inzwischen als Freunde, die US – Amerikaner als Arbeitgeber, frühe Städtepartnerschaften in der ganzen Welt, internationale Gäste bei den Weinfesten, ja Offenheit und Toleranz prägen den Charakter dieses Volksstamms. Die Pfalz ist das Land des Lachens. Essen, Trinken, Feiern, der Pfälzer Imperativ.

Grob geographisch gesehen liegt die Pfalz zwischen Mannheim und Saarbrücken – auf der Ost – Westachse und zwischen Mainz und Karlsruhe auf der Nord – Südschiene.

Im Herbst wachsen die reifen Feigen in den Mund, liegen die dicken Walnüsse auf dem Weinpfad, der von dichten Brombeerstauden begrenzt ist, hängen gelbe Zitronen in den üppigen Bauerngärten an den kleinen Bäumchen.

Man muss als Gast eine Genießerlaune mitbringen, um sich dem Pfalzgefühl ganz und gar hinzugeben.

Die Pfalz kann mit zwei Superlativen aufwarten, der größten zusammenhängenden Rebfläche und dem größten zusammenhängenden Waldgebiet in Deutschland, dem Pfälzer Wald, den der Pfälzer dudenwidrig auch zusammenhängend zusammenschreibt. Also heißt er Pfälzerwald.

Die hier vorliegende Anthologie Europa erlesen PFALZ muss sich in ihrer Auswahl beschränken und betont den Vorderpfälzer Raum an der deutschen Weinstraße. 

Diese Pfalz – Anthologie ist wie eine Weinprobe, sie bietet kleine Schlückchen, um die Pfalz zu probieren.

Die Pfalz – die Toskana Deutschlands. Mit Bergen, Burgen und Bacchus. Mit Weck, Worscht und Woi. Die Pfalz, einfach ein gutes Gefühl. 

-------------------------------------------------------------------------

Aktueller Termin!!!

Norbert Schreiber
Pfalz. Eine Anthologie-Buchvorstellung

Freitag, 14.10.2011 | ab 15 Uhr

OSIANDER Neustadt, Kellereistraße 12-14

Eintritt frei, ohne Anmeldung

In der Reihe »Europa erlesen«
des Wieser-Verlags ist jetzt ein Band über die Pfalz erschienen. Die Anthologie bietet Beiträge von Autoren wie Ludwig Harig und Joachim Ringelnatz, Pfälzer Mundartdichtern wie Paul Tremmel oder Helmut Metzger, Literatinnen wie Lina Staab oder Martha Saalfeld - Landschaftsbeschreibungen und Liedtexte, Gedichte, Rezepte, Personenporträts, Geschichte und Geschichten. Auf ihre Kosten kommen auch FCK- und Fritz-Walter-Fans, Saumagen-Freunde und »Läwerknepp«-Genießer. Kurz: Ein Buch für alle Pfälzer!
Der Hörfunkjournalist Norbert Schreiber, aufgewachsen in Neustadt, stellt seine Anthologie bei OSIANDER vor. 
Mit Sektausschank der Heim’schen Privat-Sektkellerei/Neustadt.
 
http://www.osiander.de/buchhandlungen/neustadt/veranstaltungen.cfm?evt_id=669


Erste Rezension der RHEINPFALZ
"80 Geschichten über die Pfalz"


RHEINPFALZ.docx



 -----------------------------------------------------------------------

Einsichten

Die Politik hat offenbar endlich begriffen: Europa muss neu erzählt werden. In meinem neuen Buch "Europa neu erzählen" - erschienen im Wieser Verlag - geht es genau um diesen Ansatz. Es werden die Europapolitiker doch nicht dieses Buch in der Hand gehabt haben?

Lesen Sie den Beitrag dazu unter folgendem Link:


http://www.zeit.de/politik/2011-10/erzaehl-mir-eine-geschichte 

------------------------------------------------------------------

EUROPA WEITER ERZÄHLEN

Mein neues Buch ist jetzt im Wieser Verlag unter dem Titel EUROPA WEITER ERZÄHLEN in der Reihe Geist und Gegenwart erschienen.

Europa steht vor großen Herausforderungen. Die Finanzkrise ist zu bewältigen. Sie erschüttert die Fundamente des gemeinsamen Wirtschaftsraumes. Aus Afrika kommen Flüchtlinge nach Europa, die bei uns ihre Zukunft suchen. Die Zustimmung der Bürger zu Europa schwindet.
Auch die bevorstehende Energiewende stellt Europa vor gewichtige Aufgaben. Bisher wurde Europa als Erfolgsgeschichte erzählt, geprägt von der Aufklärung, den demokratischen Prinzipien und universellen Menschenrechten. Was aber sind die politischen, religiösen, sozialen und ökonomischen Zukunftsperspektiven des erweiterten Europas? Der Band „Europa weiter erzählen“ in der Reihe Geist & Gegenwart versammelt renommierte europäische Autoren, die ein
differenziertes Zukunftsbild Europas entwerfen. Griechenland-Pleite, Kroatien-Beitritt, Türkei in die Europäischen Union?

http://www.wieser-verlag.com/buch/europa-weiter-erzaehlen

Europa muss weiter erzählt werden...

Hier einige Zitate aus dem Buch

"Wir haben es nicht geschafft die Weltarmut auch nur ansatzweise zu verringern, wir sind eher dabei die Kluft zu vergrößern. Die Versprechungen von Europa, was die Entwicklungspolitik angeht,  sind nicht gelungen auch nur annähernd sichtbar zu machen für die Welt. Mittlerweile wird der europäische Kontinent schon bedroht, von den Menschen, die auf den Meeren schon krepieren, die an den Ferieninseln anlanden. Und wenn wir uns dieser Zukunftsfrage der Menschheit nicht annehmen, dann gnade uns Gott in diesem Europa."
Rupert Neudeck - Journalist und Hilfsorganisation Grünhelme

EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Vom Frieden und den Waffen
"Friede ist nicht schon erfüllt, wenn Waffen schweigen. Friede braucht Gerechtigkeit."
Norbert Blüm -Von 1982 bis 1998 war Blüm Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland

EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Terrorismus-Waffen-Armut
„Den Terrorismus muss man mit Waffen bekämpfen auch mit einer Weltpolizei, aber das ist alles vergeblich wenn die westlichen Demokratie nicht endlich ihre Weltwirtschaftspolitik ändern, die die Ursache ist für die immer größer werdende Armut, die dazu führt, dass heute 1,3 Milliarden Menschen weniger zum leben haben als der Gegenwert eines Dollars pro Tag ausmacht. Die Armut nimmt zu nicht ab. Das ist eine Feststellung der Weltbank.“
Heiner Geissler - Er war von 1982 bis 1985 Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1977 bis 1989 Generalsekretär der CDU

EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Zukunftshoffnung
„Italien ist ein altes Land und wird auch Berlusconi überstehen.“
Klaus Wagenbach - Deutscher Verleger
 
EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Information und Illusion
Es gibt eine Art Informations-Illusion. Man könnte auch sagen, viele wissen das know how, aber nicht das know why. Wissen ist etwas was man sich stärker durch Lebenserfahrung aneignet, durch die eigene Biographie, auch durch Leiden. Wir sind eher eine Informationsgesellschaft als eine Wissensgesellschaft.
Roger Willemsen - Autor Journalist und Moderator 
 
EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Zivilgesellschaft als Bündnispartner
Wir haben die zehn neuen Länder in Europa wie im Traum dazugewonnen und entdecken nun wie wenig wir von ihnen politisch und kulturell wissen. Es ist ein Lernprozess und wenn er gelingen sollte auf diesem Erdteil eine Zivilgesellschaft einzurichten, die sich zugleich als Bündnispartner erfahren und ihre Differenzen auch gelten lassen könnten, dann wäre etwas gelungen, was es in der Weltgeschichte noch nie gab.“ 
Adolf Muschg - Schriftsteller Schweiz
 
EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Brüssel als Sündenbock
„Das Merkwürdige an Europa ist, dass es für etwas verantwortlich gemacht wird, was in der Verantwortung der einzelnen nationalen Regierungen liegt. Ich hab manchmal den Eindruck, dass Brüssel zum Sündenbock gemacht wird.
Hans-Dietrich Genscher - Deutscher Politiker (FDP) und Bundesminister des Auswärtigen a.D. 

EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Fehlende Legitimation
Europa hat in den letzten 30 Jahren einen unglaublichen Modernisierungsprozess durchgemacht. Es geht Europa besser als wir denken. Und Europa hat am Ende die Zukunft. Das  meinen auch die USA. In Europa hat man allerdings einen Fehler gemacht bei der Entwicklung der europäischen Union. Man hat die Leute nicht mitgenommen. In die Legitimation hat man nicht investiert. Das war nur ein technokratischer Prozess.
Geert Mak - Niederländischer Schriftsteller und Essayist

EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Von der Freiheit und Vielfalt
„Es muss klar sein wofür dieses Europa eigentlich haben. Da ich der Meinung bin, dass Europa nur dann wünschenswert ist, wenn es einen Gewinn an Freiheit bringt, teile ich viele der Sorgen nicht, die sich manche Berufseuropäer machen. Auch das Europa der sechs war total zerstritten. Zu einem Europa der Freiheit gehört für mich auch, dass man keine Grenzen setzt, sondern dass man sich dann mit den Fragen auseinandersetzt, wenn sie auftauchen. Die Türkeifrage existiert. Ich habe eine viel offenere Europavorstellung als die die gängig ist. Ich liebe die Vielfalt. Und ein Europa der Vielfalt.“ 
Ralf Dahrendorf - Soziologe, Ehemaliger Direktor der London School of Economics and Political Science, Mitbegründer der Universität Konstanz und Mitglied des britischen House of Lords (†)

EUROPA WEITER ERZÄHLEN: Begriffsstutzigkeit
"Das Volk hat  das Umlernen, das globale Denken in europäischen Dimensionen noch nicht begriffen".
Karl Dedecius - Karl Dedecius ist ein deutscher Übersetzer polnischer und russischer Literatur.

Norbert Schreiber, 1949 in Kaiserslautern geboren; Hörfunkjournalist der ARD; Redakteur im Bereich Kultur, Bildung und Wissenschaft im Hessischen Rundfunk; Robert-Bosch-Preis für ehrenamtliches Engagement in Osteuropa.
Zuletzt im Wieser Verlag erschienen: Russland – Der kaukasische Teufelskreis oder die lupenreine Demokratie (2008); in der Reihe gehört-gelesen: Närrisch an das Leben glauben. Lenka Reinerová im Gespräch mit Norbert Schreiber(2008); gemeinsam mit Lojze Wieser: Wie schmeckt Europa (2009); in der Reihe Europa Erlesen: Böhmerwald (2007).


Lojze Wieser, 1954 geboren, lebt als Verleger in Klagenfurt/Celovec und legt den Schwerpunkt seines Programms auf südosteuropäische Literatur. Bei ihm sind über neunhundert Bücher erschienen. Die Reihe Europa Erlesen und die Wieser Enzyklopädie des europäischen Ostens erreichten Kultstatus.

Norbert Schreiber / Lojze Wieser (Hg.)
Europa weiter erzählen Edition Geist & Gegenwart Wieser Verlag Klagenfurt 2011

AMAZON
http://www.amazon.de/Europa-weiter-erz%C3%A4hlen-Geist-Gegenwart/dp/3851299418







5.Jahrestag des Mordfalles
Anna Politkowskaja


Verwandte erinnern an die Ermordung von Anna Politkowskaja
http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/gedenken-an-politkowskaja-491653/index.do 

Wer ist der Auftraggeber des Mordes an Anna Politkowskaja – neue Anklagen http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/russland-der-mordfall-anna-politkowskaja_aid_672336.html

Oligarch Beresowksi wird unter Verdacht gestellt
http://www.aktuell.ru/russland/news/politkowskaja-mord_verdaechtiger_verweist_auf_beresowski_30441.html

Buchtipp
Anna Politkowskaja







































Top